Das Klavier

Das Klavier ist ein Tasteninstrument, bei dem über eine Hammermechanik Hämmerchen gegen Saiten geschlagen werden. Es gehört weltweit zu den beliebtesten Instrumenten, sowohl als Soloinstrument, als auch zum gemeinsamen Musik machen.

Mehr über dieses Instrument findet sich in dem nachfolgenden Beitrag.

Was macht ein Klavier aus?

Der Name Klavier stammt von dem lateinischen Wort „clavis“. Das bedeutet Schlüssel oder Taste und weist darauf hin, dass es sich um ein Tasteninstrument handelt.

Als Vorgänger gelten das Clavichord und das Cembalo, die jedoch noch nicht über die dem Klavier typische Hammermechanik verfügten.

Die Hammermechanik ermöglicht es, sowohl laut (forte), als auch leise (piano) zu spielen. Daher nannte man diese Instrumente ursprünglich Pianoforte oder auch Fortepiano. Heute ist davon noch die Kurzform Piano übrig.

Das Klavier besteht aus einem Gehäuse mit Resonanzboden. Es besitzt eine Klaviatur bestehend aus 88 Tasten. Davon sind 52 Tasten weiß und 36 Tasten schwarz. Die Klaviatur ist insgesamt 123 cm breit. Beim Drücken einer Taste wird ein Hämmerchen gegen bis zu drei Saiten geschlagen, wodurch diese in Schwingung versetzt werden und einen Ton erzeugen. Der Resonanzboden nimmt die Schwingungen der Saiten auf und gibt sie als Schall an die Umgebung ab.

Über zwei oder drei Pedale sowie die Art des Tastendruckes ist der Charakter des jeweils gespielten Tones beeinflussbar. So kann er zum Beispiel von leise bis laut, oder von kurz bis anhaltend mit verschiedenen Abstufungen erklingen. Benachbarte Saiten können mitschwingen oder nicht. Dadurch ist beim Spielen eines Klaviers eine sehr große Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten vorhanden.

Moderne Klavier-Bauformen

Das heutige Klavier tritt in zwei Bauformen auf. Die eine Bauform ist das Pianino oder Upright Piano, welches umgangssprachlich Klavier genannt wird. Bei der anderen Bauform handelt es sich um den Flügel, auch Grand Piano genannt.

Pianino oder Upright Piano

Dieses besitzt eine vertikale Besaitung: Die Saiten verlaufen senkrecht. Auch die Hammermechanik und der Resonanzboden sind senkrecht angeordnet.

Grund ist, dass das Instrument dadurch platzsparend ist und an eine Wand gestellt werden kann.

Flügel oder Grand Piano

Der Flügel heißt so, weil seine Form an den Flügel eines Vogels erinnert.

Er ist aufgrund dieser Form viel größer (und auch schwerer), als ein herkömmliches Klavier.

Seine Besaitung ist horizintal: Die Saiten verlaufen waagerecht.

Das Gehäuse besitzt oben einen Deckel, der hochgeklappt werden kann, um den Schall auch nach oben austreten zu lassen.

Aufgrund seiner Größe ist ein Flügel klangstärker und kann oft auch differenzierter gespielt werden, als ein herkömmliches Klavier.

Wartung und Pflege

Ein Klavier oder Flügel ist sehr anfällig gegen zu hohe oder zu niedrige Luftfeuchtigkeit und starke Temperaturschwankungen. Es kann dann schneller verstimmen oder Teile können sich verziehen oder verschleißen.

Weiterhin ist zu beachten, dass es regelmäßig – mindestens einmal jährlich – von einem ausgebildeten Klavierstimmer gestimmt werden sollte.